Logogoldkiekut

 

Wer es in der Eisenzeit, ca 800 vor Christi Geburt, westlich über die Schwentine schaffte, gelangte in den Eisenwald, den Isarnho. Es war ein Urwald, menschenleer. Er erstreckte sich u.a. von der Schwentine entlang der Meeresküste bis nach Lütjenburg. Es war die Pionierleistung unserer Vorfahren gewesen,von der Hagener Au bis zur Mühlenau, diesen Wald zu roden und urbar zu machen. Wir wissen nicht, ob diese Menschen, die hart gegen die Natur gekämpft haben, auch einen Blick für deren landschaftliche Reize hatten. Im 18. Jahrhundert jedoch, galt unsere Gemeinde für empfängliche Gemüter als Perle. Man besuchte den Grafen Hardenberg auf Gut Schrevenborn und kutschierte oder wanderte zur  Kitzeberger Bucht um im Teepavillon des Grafen die waldigen Höhen, die Wiesen und die Bucht zu bestaunen und zu genießen. Der  Schriftsteller  Jens Immanuel  Baggesen (1764 - 1826) nannte unsere Bucht "ein Elysium". 

1881 hieß der Schrevenborner Gutsherr Carl Hermann Wenzel. Bei einem Besuch in der sogenannten Kaffeehütte am Kitzeberger Strand,  regte er seinen Schwiegersohn Wilhelm Dröge dazu an eine Regatta auf der Kieler Förde zu veranstalten. Die Idee der Kieler Woche war geboren.

1899 wurde die Schrevenborn GmbH gegründet. Es entstand die Villenkolonie Kitzeberg, die aufgrund der damaligen strengen Auflagen noch heute mit großen parkähnlichen Grundstücken, dichten Buchenwäldern und schönen Wanderpfaden den Menschen Freude und Erholung bereitet. Der Kitzeberger Strand wurde bis auf die Dämmung des Ostseewasser Zuflusses durch einen Deich nie verändert. Es ist einer der letzten naturnahen Strände der Kieler Förde und wird  im Sommer von vielen  Kielern des Ostufers als Oase für Familientreffen und andere Zusammenkünfte genutzt. Er ist bequem mit dem Auto zu erreichen und ältere Mitbürger können  nach nur wenigen Gehmetern den regen Schiffsverkehr des Kanals bewundern oder eine schnelle Abkühlung im Fördewasser nach Feierabend ist möglich. Die stillgelegte Seebrücke bietet einen fantastischen Ausblick in die Innenförde und die Schiffe ziehen zum Greifen nah vorbei.

Die kleine Gastronomie an diesem Ort war seit langer Zeit das i- Tüpfelchen zum leiblichen Wohle der  Menschen. Ein gutes Glas Wein zum Sonnenuntergang, das Eis an einem heißen Strandnachmittag. Mehr erwartet hier niemand.  Lasst uns diese Perle weiter pflegen und in ihrer Ursprünglichkeit erhalten. Das Erste, was die Seeleute nach verlassen des Kanals sehen, ist die schöne Kitzeberger Bucht und sie wünschen sich vielleicht dort bei Sonnenuntergang inne zu halten.

KaffeehutteDie Kaffeehütte

BuchtDie Kitzeberger Bucht

Kaffeehutte1Die Kaffeehütte

KiekUt2581972Das Kiek ut am 25.8.1972